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Innovationsschub bei Winterthur Technologie AG

Schleifen steht als universeller Bearbeitungsprozess für metallische und oxidische Werkstoffe aufgrund neu entwickelter Werkstoffe und immer höheren Anforderungen an verbesserte Oberflächen und Toleranzen  vor neuen Herausforderungen. Winterthur Technologie AG wird im Rahmen eines großangelegten, mehrjährigen F+E-Projektes hybridgebundene Schleifscheiben für bisher nicht erreichte Arbeitsgeschwindigkeiten entwickeln und für die Kunden in der Automobil-, Turbinen- und Lagerindustrie zur Marktreife führen.

 

Im F+E-Zentrum der größten Pro-duktionsgesellschaft, Rappold Winterthur Technologie GmbH, Villach/Österreich, wurden die Grundlagenarbeiten in Zusam-menarbeit mit Universitäten und spezialisierten wissenschaftlichen Instituten bereits in Angriff genommen. Das Forschungs-projekt wird von der Forschungs-förderungsgesellschaft (FFG) und dem Kärntner Wirtschaftsför-derungsfonds (KWF), im Rahmen eines EU-weiten For-schungsprogrammes, unterstützt.

Kombination von vorteilhaften Materialeigenschaften

Bisher fanden bei der Schleifscheibenherstellung alternativ keramische, organische oder metallische Bindungssysteme Verwendung. Die Kombination von vorteilhaften Materialeigenschaften unterschiedlicher Bindungssysteme in Kombination mit porösen Matrixstrukturen soll nach erfolgreicher fertigungstechnischer Umsetzung des Projektes eine sprunghafte Verbesserung der wesentlichen Parameter bei der mechanischen Bearbeitung bringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf glaskeramisch gebundenen Präzisionsschleifscheiben auf Basis der Schneidrohstoffe Korund, Diamant und CBN (kubisches Bornitrid). Das Entwicklungsprogramm soll die Grenzen der Schleiftechnologie zulasten alternativer mechanischer Bearbeitungsverfahren, deutlich verschieben. Alternative Prozesse wie Läppen, Honen oder Schaben im Präzisionsbereich sollen teilweise abgelöst werden. Gleichzeitig soll auch die wirtschaftliche mechanische Bearbeitung von neuentwickelten Hochleistungswerkstoffen vorangetrieben werden, die sich aufgrund der Bearbeitungskosten bisher nicht durchsetzen konnten. Bereits in der zweiten Phase des Projektes, der Prototypenentwicklung, werden potentielle Kunden eingebunden, um die Forschungserkenntnisse schnell in kundennahe Produktentwicklungen umsetzen zu können. Der Nutzen für die Kunden in der Automobil-, Turbinen- oder Lagerindustrie liegt in der gesteigerten Produktivität der Prozesse und zusätzlich in verbesserter Qualität und erhöhter Lebensdauer kritischer Bauteile.

 
 











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